GK | FRONT­PA­GE

GE­STAL­TUNG IST
EIN KREA­TI­VER
SCHAF­FENS­PRO­ZESS

… bei dem durch die Ar­beit des Ge­stal­ten­den ei­ne Sa­che (ein ma­te­ri­el­les Ob­jekt, ei­ne Struk­tur, ein Pro­zess, ei­ne Si­tua­ti­on, ein Ge­dan­ken­gut usw.) ver­än­dert wird, d. h. er­stellt, mo­di­fi­ziert oder ent­wi­ckelt wird und da­durch ei­ne be­stimm­te Form oder ein be­stimm­tes Er­schei­nungs­bild ver­lie­hen be­kommt oder an­nimmt.
Ge­stal­tung im wei­tes­ten Sin­ne be­zeich­net ei­nen be­wuss­ten Ein­griff in die Um­welt mit dem Ziel, die­se in ei­ne be­stimm­te Rich­tung zu ver­än­dern.

[Quel­le: Wi­ki­pe­dia ]

Po­li­tik als Ge­stal­tung der ge­sell­schaft­li­chen Struk­tu­ren und Pro­zes­sen usw. Ge­stal­tung im en­ge­ren Sin­ne ist die be­wuss­te, ver­än­dern­de Ein­fluss­nah­me auf die äs­the­ti­sche Er­schei­nung von Din­gen oder Zu­sam­men­hän­gen, al­so auf un­mit­tel­bar sinn­lich wahr­nehm­ba­re Phä­no­me­ne (wie Räu­me, Ob­jek­te, Hand­lun­gen, Be­we­gung usw.). Bei­spie­le sind die Be­rei­che der Kunst so­wie die ver­schie­de­nen Design­bereiche als Ge­stal­tung von Pro­duk­ten, Gra­fik, Mo­de, Ar­chi­tek­tur usw. oder die in­di­vi­du­el­le Kör­per­ge­stal­tung oder Um­feld­ge­stal­tung.

Be­son­de­re Be­deu­tung kommt dem Be­griff im Kon­text des De­signs zu. Hier ist mit Ge­stal­tung in der Re­gel die zwei­te Be­deu­tung ge­meint. Da­bei be­stehen ver­schie­de­ne An­sät­ze zur an­ge­mes­se­nen Form­fin­dung, je nach­dem ob man sich dem The­ma funk­tio­nal, for­mal oder von Ma­te­ri­al und Kon­struk­ti­on aus­ge­hend nä­hert. (Sie­he Funk­tio­na­lis­mus, Form­ge­bung, Sty­ling, De­ko­ra­ti­on usw.) Man­che Hoch­schu­len nen­nen den ent­spre­chen­den Fach­be­reich ex­pli­zit Ge­stal­tung“, um die um­gangs­sprach­lich ver­en­gen­de As­so­zia­ti­on von De­sign im Sin­ne von Sty­ling zu ver­mei­den, z. B. Hoch­schu­le für Ge­stal­tung Schwä­bisch Gmünd.

Der Be­griff wird in bei­den o. g. Be­deu­tun­gen auch im Be­reich der Bil­den­den Kunst so­wie der an­ge­wand­ten und dar­stel­len­den Kunst ver­wen­det. In der Kunst er­gibt sich die Ge­stal­tung in der Re­gel in Aus­ein­an­der­set­zung mit der in­ne­ren und äu­ße­ren Rea­li­tät, der sub­jek­ti­ven und ob­jek­ti­ven Rea­li­tät etc. Kunst­ob­jek­te ver­su­chen Rea­li­tät zu schaf­fen, ab­zu­bil­den, aus­zu­drü­cken oder zu ver­frem­den, sie ver­sucht zu ir­ri­tie­ren, in Fra­ge zu stel­len oder zu in­ter­ve­nie­ren. Be­son­ders in der Kunst seit den 1960er Jah­ren ist der wei­te­re Ge­stal­tungs­be­griff als Teil des er­wei­ter­ten Kunst­be­griffs weit ver­brei­tet (Jo­seph Beuys, Wolf Vostell, Vi­deo­kunst, Ak­ti­ons­kunst, Kon­zept­kunst).